ich habe mir, leider nicht vom weihnachtsgeld, sondern von meinen eigenen eisernen reserven, einen langgehegten wunsch erfüllt und mir endlich eine "richtige" kamera gekauft. die bunten äpfelchen-hipstamatic-bilder sind zwar nett, erfüllen aber nicht ganz meine fotografischen ansprüche (um es mal diskret auszudrücken).
also was mit spiegel jetzt. ich komme mir ein bisschen so vor, wie damals, als ich meine stickmaschine zum ersten mal in betrieb genommen habe. ähnlich hilflos. was tut frau von heute: sucht erst mal ein passendes forum, um
dort zeit zu vertüddeln sich eingehend in die materie einzuarbeiten. ich bin also bestens belesen und konsumbegierlichkeiten für das weihnachtsgeld der nächsten 20 jahre sind geweckt. jetzt kann ich also auch anfangen zu knipsen. es klappt leidlich, ich übe noch.
damit madame auch sicher transportiert werden kann (zwei tage habe ich sie in einer pappkiste rumgeschleppt) und ich meine die-kamera-könnte-runterfallen-neurose besser in den griff bekomme, habe ich mich ans erste großprojekt des jahres gewagt. das
allererste großprojekt ist ja noch nicht fertig und zählt deshalb nicht - anvisierter abketttermin ist schätzungsweise ostern. dass das ding so riesig würde, hab ich nicht vermutet
.
also: eine
fotobella. die verarbeitung von 2cm dickem vlies in verbindung mit plüsch (für die kameratasche innen) war - gelinde gesagt - eine elende frickelarbeit, die ich so schnell nicht mehr wiederholen möchte. überhaupt stelle ich fest (wie beim
rudi-ebook auch), dass ich keine eingesetzten seitenstreifen und den daraus folgenden ablauf des nähvorgangs mag. schon gar nicht, wenn alle teile 2cm dick gepolstert sind. egal, genug gemosert, jetzt ist sie ja fertig. damit ich sie heute noch fertig nähen konnte, hat der mann sogar den gurt (bzw. den an selbigem befindlichen gurtversteller) seiner sporttasche geopfert. das ist einsatz!